Um den Gemeindevertretern eine sachliche Grundlage für die Entscheidung über das Vorhaben der Fa. Lidl zu geben, gab es am 19.10.2020 eine außerplanmässige Sitzung, in der Lidl die Pläne vorgestellt hat. Im Vorfeld zu dieser Veranstaltung hat die Bürgerinitiative einen Fragenkatalog an Lidl und an die Gemeindevertreter zusammengestellt. Die Fragen sind im Folgenden aufgeführt. Die Antworten liegen mittlerweile von Lidl vor. Auf die Detailantworten der Gemeinde warten wir leider noch immer.

Hinweis: Der nachfolgende Fragenkatalog wurde am 12.10.2020 von Mark Valentin in seiner Funktion als Vertreter der „BI Logistik Edermünde“ per E-Mail an Lidl übermittelt. Lidl hat die entsprechenden Antworten am 12.11.2020 per E-Mail an folgenden Verteiler verschickt:

  • Thomas Petrich, Bürgermeister Edermünde

  • Silke Engler, Bürgermeisterin Baunatal

  • Armin Wicke, Vorsitzender der Gemeindevertretung Edermünde

  • Günter Rudolph, Fraktionsvorsitzender SPD Edermünde

  • Ruth Pfannstiel, Fraktionsvorsitzende CDU Edermünde

  • Uwe Bauch, Fraktionsvorsitzender FWG Edermünde

  • Oliver Steyer, Fraktionsvorsitzender GRÜNE Edermünde

  • Mark Valentin, Bürgerliste Edermünde, BI-Logistik Edermünde

 VORBEMERKUNG

Wir danken der „BI Lidl“ in Edermünde für ihr Engagement. Dies gilt auch für den zugesandten Fragebogen, der uns ein besseres Verständnis für die Perspektive der Bürgerinnen und Bürger gibt. Er verschafft uns zudem Gelegenheit, berechtigte Fragen zu beantworten und etwaige Vorbehalte, beispielsweise wegen eines vermeintlichen Mangels an Nachhaltigkeit oder aufgrund des zu erwartenden Verkehrs, abzubauen. Es ist uns an einer gutnachbarschaftlichen Beziehung zu den Bürgerinnen und Bürgern von Edermünde und Baunatal sowie ihren Vertreterinnen und Vertretern in Politik und Verwaltung gelegen.

Deshalb möchten wir ausdrücklich im weiteren Verlauf des Planungs- und Genehmigungsprozesses auf die Menschen vor Ort zuzugehen, unsere Vorstellungen erläutern und Empfehlungen anhören. Alle Vorschläge werden wir sicherlich nicht umsetzen können. Wenn eine Umsetzung jedoch technisch, rechtlich und finanziell möglich ist, sind wir gern dazu bereit.

 ALTES GEBÄUDE

▪ 1) Wofür wird ein neues Gebäude benötigt, warum kann das bisherige nicht weitergenutzt (ggf. modernisiert/umgebaut) werden?

Antwort von Lidl:

„Seit der Inbetriebnahme vor 17 Jahren ist sowohl unser Produktsortiment als auch unser Filialnetz stetig gewachsen. Bereits im Jahr 2016 haben wir darauf reagiert und 7,5 Millionen Euro in Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen des Bestandsgebäudes investiert. Die Erweiterungsmöglichkeiten sind damit vollständig ausgeschöpft. Jedoch besteht das Platzproblem aufgrund des anhaltenden Wachstums weiterhin und wird sich absehbar noch verschärfen. Wir benötigen insbesondere mehr Platz, um unsere Produkte effizient lagern und verteilen zu können.

Wir können aus dem derzeit in Betrieb befindlichen Gebäude das für die Belieferung in der Region vorgesehene Filialnetz nicht mehr versorgen. Statt, wie es sinnvoll wäre, eine Versorgung der regionalen Filialen – bestehender wie künftiger – zu gewährleisten, mussten wir die Zahl angefahrener Verkaufsstätten sogar reduzieren. Zudem haben sich die Anforderungen an ein modernes Verwaltungs- und Logistikzentrum verändert. Zusammengefasst: Der aktuelle Standort bzw. das Gebäude ist nicht zukunftsfähig. Aus diesem Grund befassen wir uns derzeit intensiv mit dem möglichen Grundstück an der Lange Heideteile/Grifter Straße.“

▪ 2) Was soll mit dem alten Gebäude passieren? (WeiterhinNutzungdurch Lidl/Umbau/Leerstand?)

Antwort von Lidl:

„Wir stehen mit unserem Vorhaben in Edermünde noch ganz am Anfang. Daher gibt es noch keine Pläne für die Nachnutzung der bestehenden Immobilie. Wir verstehen jedoch, dass die künftige Nutzung der Gemeinde Edermünde sowie den Bürgerinnen und Bürgern sehr wichtig ist. Aus diesem Grund versichern wir Ihnen, dass wir im weiteren Prozess Nutzungsszenarien entwickeln werden, sobald sich die Planungen für den neuen Standort konkretisieren.

Wir stehen hier – wie bei all unseren Projekten – zu unserer Verantwortung. Auch an anderen Standorten ist es uns gelungen, im Dialog mit Vertretern aus Politik und Bürgerschaft vor Ort eine passende Lösung zu finden. Und wir sind optimistisch, dass dies auch in Edermünde gelingen wird. Lassen Sie uns zu diesem Thema im Austausch bleiben.“

▪ 3) Wie ist ein solcher Umgang mit der Umwelt in der aktuellen Situation (zunehmende Erderwärmung, Trockenheit, immer weniger fruchtbare Ackerböden) zu rechtfertigen?

Antwort von Lidl:

„Nachhaltigkeit und Umweltschutz zählen zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Als einer der größten Lebensmittelhändler in Deutschland sind wir uns unserer Verantwortung auf diesem Gebiet bewusst und haben konkrete Ziele entwickelt. Beispielsweise wollen wir bis 2030 alle unsere Filial-, Verwaltungs- und Logistikgebäude CO2-neutral betreiben. Das gilt selbstverständlich auch für das geplante Verwaltungs- und Logistikzentrum in Edermünde. Darüber hinaus soll das Gebäude sowohl beim Bau als auch im Betrieb höchsten Ansprüchen in Sachen Nachhaltigkeit, Energieversorgung und -effizienz sowie Recycling gerecht werden. Konkrete Maßnahmen sind zum Beispiel eine Photovoltaikanlage, eine energiesparende Betonkerntemperierung oder der Einsatz natürlicher Kältemittel.“

REGENWASSER

▪ 4) Wohin soll das Regenwasser von Starkregen auf 102.000m2 versiegelte Fläche abgeleitet werden?

Antwort von Lidl:

„Das Regenwassermanagement sowie die Grundstücksentwässerung sind gesetzlich in Bauvorschriften geregelt, die sich selbstverständlich auch an ökologischen Anforderungen orientieren. Unsere Planung muss diese Vorgaben erfüllen, um durch die zuständigen Behörden genehmigt zu werden.

Zur Versickerung planen wir auf der Grundstücksfläche verschiedene bauliche Maßnahmen, wie zum Beispiel ein Rückhaltebecken oder Mulden-Rigolen-Systeme. Alle Vorrichtungen werden kapazitativ so bemessen, dass auch Starkregenereignisse kein Problem darstellen. Ziel ist es, 100 Prozent des Regenwassers auf dem eigenen Grundstück zu versickern, sodass keine zusätzlichen Flächen benötigt werden. Entsprechend der gesetzlichen Vorschriften bleiben hierfür mindestens 20 Prozent der Gesamtfläche unbebaut.“

▪ 5) Wieviel Kubikmeter Regenwasser wurden für diese Fläche veranschlagt (bei durchschnittlichem und bei starkem Regen)?

Antwort von Lidl:

„Wir sind zum aktuellen Zeitpunkt noch in der Phase der ersten Machbarkeitsstudien. Wir bitten daher um Verständnis, dass es für belastbare Aussagen zu den erwarteten Regenwassermengen noch zu früh ist.

Grundsätzlich können wir aus Erfahrungen von anderen Standorten ähnlicher Größenordnung sagen, dass die Versickerung mithilfe der oben genannten Maßnahmen auch bei stärksten Niederschlägen auf dem Grundstück problemlos möglich ist.“

▪ 6) Wird ein Ausgleichsbecken für Regenwasser zu einem erneuten Flächenverbrauch und weiterer Verschandlung unseresOrtes/unserer Landschaft führen?

Antwort von Lidl:

„Nein, es werden keine zusätzlichen Flächen außerhalb des vorgesehenen Areals beansprucht. Zur Versickerung setzen wir verschiedene bauliche Maßnahmen, wie zum Beispiel ein Rückhaltebecken oder Mulden-Rigolen-Systeme, direkt auf dem Grundstück um. Mit diesen Maßnahmen stellen wir sicher, dass 100 Prozent des Regenwassers auf der eigenen Fläche versickert werden können.“ [siehe auch Antwort von Lidl auf Frage 4]

▪ 7) Wo würde ein entsprechendes Ausgleichsbecken für diese Wassermengen platziert werden?

„Für die Umsetzung der Maßnahmen zum Regenwassermanagement bietet das vorgesehene Grundstück verschiedene Optionen, zum Beispiel südöstlich und nordöstlich des Gebäudes oder südlich der Parkplätze. Die Detailplanung erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt im Prozess.“ [siehe auch Antwort von Lidl auf Frage 4 und Frage 6]

BODEN

▪ 8) Bei der betroffenen Fläche handelt es sich um besten Ackerboden. Boden ist eine begrenzte Ressource, wir tragen hier die Verantwortung für künftige Generationen. Wohin soll die bisher dort betriebene Landwirtschaft ausweichen? Ausgleichsland wäre notwendig, aber der Boden ist begrenzt (und nicht überall so fruchtbar wie hier). Durch Lidl geht immer mehr wertvolles Ackerland verloren.

Antwort von Lidl:

„Für unser Vorhaben in Edermünde werden wir eine Fläche nutzen, auf der bisher Landwirtschaft betrieben wird. Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der größte Teil dieser Fläche im Regionalplan ohnehin für eine gewerbliche bzw. industrielle Nutzung ausgewiesen ist. Unser Vorhaben entspricht also grundsätzlich der von der öffentlichen Hand vorgesehenen Nutzung. Für den unvermeidbaren Eingriff schaffen wir in Abstimmung mit der Gemeinde hochwertigen Ausgleich, beispielsweise in Form von Aufforstung, Grünpflanzung oder Blühwiesen.

Der Ausgleich der Interessen zwischen landwirtschaftlicher und gewerblicher Nutzung ist Gegenstand der laufenden Gespräche mit den Eigentümern sowie der Gemeinde Edermünde.“

▪ 9) Verbraucher fragen verstärkt nach regionalen Produkten – wo sollen diese angebaut werden, wenn beste Flächen rücksichtslos versiegelt werden? (Durch Corona wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig eine lokale Versorgung und mehr Unabhängigkeit von Lieferungen aus dem Ausland ist.)

Antwort von Lidl:
[Zur Versiegelung der Flächen siehe Antwort von Lidl auf Frage 8]

Die lokale Versorgung bedarf nicht nur regionaler Produkte, sondern eben auch einer regionalen Logistik. Und genau das ist die Aufgabe unserer Logistikzentren in ganz Deutschland. Insbesondere in der Anfangsphase der Corona-Pandemie im März und April konnten wir die Versorgung unserer Märkte in Hessen sicherstellen, weil das Team in Edermünde einen großartigen Job gemacht hat. Wir brauchen diese lokalen Knotenpunkte – ganz besonders in diesen Zeiten.

Unser Ziel ist dabei stets, die Transportwege unserer Produkte so kurz wie möglich zu halten, um größtmögliche Frische zu garantieren und Nachhaltigkeitsanforderungen an unsere Lieferkette zu entsprechen.“

▪ 10) Versteht Lidl unter „Heute für morgen handeln “(https://www.lidl- nachhaltigkeit.de/nachhaltigkeit-bei-lidl/startseite/), alle paar Jahre eine neue Lagerhalle zu bauen und beste Ackerböden unwiederbringlich zu versiegeln?

Antwort von Lidl:

„Seit der Inbetriebnahme vor 17 Jahren ist sowohl unser Produktsortiment als auch unser Filialnetz stetig gewachsen. In gleichem Maße haben sich unsere Anforderungen an ein modernes Verwaltungs- und Logistikzentrum verändert.

Wir planen mit dem neuen Verwaltungs- und Logistikzentrum ein hochmodernes, nachhaltiges und zukunftsfähiges Gebäude. Durch seine Größe wird es dauerhaft unsere Anforderungen als Knotenpunkt für die Lebensmittelversorgung der Region erfüllen und uns alle Möglichkeiten für eine fortlaufende Optimierung der Logistikprozesse und weiteres Wachstum ermöglichen. Das geplante Lager erfüllt höchste Ansprüche für die Zukunft – auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten – und sichert den Standort in Edermünde langfristig.“ [siehe auch Antwort von Lidl auf Frage 8 und Frage 9]

ARGUMENT ARBEITSPLÄTZE

▪ 11) Als Hauptargument wird häufig der Gewinn von Arbeitsplätzen angeführt. – Wieviele sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen würden tatsächlich entstehen?

Antwort von Lidl:

„Wenn wir das neue Logistikzentrum so umsetzen können, wie wir es der Gemeindevertretung von Edermünde am 19.10.2020 vorgestellt haben, schaffen wir voraussichtlich 100 bis 150 zusätzliche Arbeitsplätze. Insgesamt würden dann zwischen 300 und 350 Menschen für Lidl in Edermünde arbeiten.

Zudem bieten wir als Option gern an, das im Regionalplan vorgesehene Gewerbegebiet entsprechend den Zielen der Gemeinde Edermünde zu realisieren und zu vermarkten. Damit würden wir die Voraussetzung für eine Ansiedlung weiterer Unternehmen schaffen und zur wirtschaftlichen Entwicklung von Edermünde und der Region beitragen.“

▪ 12) Wie vieles ozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen gibt es beim bisherigen Lidl-Logistikzentrum in Edermünde? Wieviele Edermünder sind dort beschäftigt? Um was für Stellen handelt es sich?

Antwort von Lidl:

„Aktuell beschäftigen wir in der Regionalgesellschaft Edermünde 207 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 140 in der Logistik sowie 60 in der Verwaltung und in Führungspositionen. Der Großteil stammt aus der direkten Umgebung. Zudem bieten wir sowohl im Betrieb also auch in der Verwaltung verschiedene Ausbildungsplätze an.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus Datenschutzgründen keine näheren Angaben zu unseren Beschäftigten machen können.“

▪ 13) Wieviele Vakanzen gibt es aktuell beim bestehenden Lidl-Logistikzentrumin Edermünde? Man sieht immer wieder Plakate, dass Arbeitskräfte gesucht werden – gibt es überhaupt einen Mangel an Arbeitsplätzen in Edermünde? (Bzw. Mangel an solchen Arbeitsplätzen?)

Antwort von Lidl:

„In unseren Regionalgesellschaften haben wir regelmäßig freie Stellen und schaffen im Rahmen unserer Expansion stetig zusätzliche Arbeitsplätze. Aktuell suchen wir am Standort Edermünde 14 neue Kolleginnen und Kollegen – vom Abteilungsleiter über den technischen Mitarbeiter im Lager bis hin zum Sachbearbeiter in der Verwaltung. Auch Ausbildungsplätze haben wir derzeit zu vergeben.

Es gelingt uns in der Regel recht gut, offene Stellen zu besetzen. Lidl bietet nicht nur ein attraktives Gehalt, sondern auch besonders krisenfeste und zukunftssichere Arbeitsplätze – wie sich nicht zuletzt in der aktuellen Corona-Pandemie zeigt.“

▪ 14) Was für Arbeitsplätze würden entstehen und wie werden diese vergütet?

Antwort von Lidl:

„Wenn wir das neue Logistikzentrum so umsetzen können, wie wir es der Gemeindevertretung am 19.10.2020 vorgestellt haben, würden in unserer Regionalgesellschaft in Edermünde künftig zwischen 300 und 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten. Rund 20 Prozent der Stellen entfallen auf die Verwaltung und 80 Prozent auf den Betrieb. Mit dem Zuwachs an Personal werden auch neue Führungspositionen geschaffen – sei es für Gruppen, Abteilungen oder Bereiche.

In puncto Vergütung senden wir ein klares Zeichen für die Wertschätzung unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Während der Mindestlohn in Deutschland derzeit bei 9,35 Euro pro Stunde liegt, haben wir für Lidl in Deutschland einen Mindestlohn von 12,50 Euro pro Stunde festgelegt. Dieser gilt auch für ungelernte und geringfügig beschäftigte Kräfte. Für unsere Beschäftigten im Betrieb gilt darüber hinaus der Einzelhandelstarifvertrag, nicht der Logistiktarifvertrag – was neben einer besseren Bezahlung mit weiteren Vorteilen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbunden ist.“

VERKEHR

▪ 15) Wie viele LKW-Bewegungen wird es geben?

Antwort von Lidl:

„Wir beliefern aktuell vom bestehenden Lager aus mit rund 150 LKW pro Tag etwa 70 Filialen. Da wir aufgrund mangelnder Kapazitäten im Bestandslager die Anzahl der belieferten Filialen reduzieren mussten, möchten wir diese mit dem neuen Lager wieder erhöhen. Entsprechend wird sich die Anzahl an LKW pro Tag um maximal 30 bis 50 LKW auf 180 bis 200 LKW erhöhen. Dieses LKW- Aufkommen ist verkehrstechnisch durch die optimale Anbindung des Standorts an die A49 ohne Weiteres möglich.

In Absprache mit der Gemeinde Edermünde werden wir ein Verkehrsgutachten erstellen lassen, das neben den zu erwartenden LKW-Verkehren im Zusammenhang mit dem neuen Standort auch die Folgen der Nachnutzung des Bestandslagers sowie die weitere Ansiedlung von Gewerbe berücksichtigt.“

▪ 16) Nicht nur die Jugend ist für die Verkehrswende: Warum forcieren Sie den CO2-Ausstoß per LKW?

Antwort von Lidl:

„Logistik ist die Grundvoraussetzung für die Versorgung der Bevölkerung mit frischen Lebensmitteln und Waren für den täglichen Bedarf. Aus Edermünde versorgen wir Filialen in ganz Hessen und Teilen von Thüringen. Die damit verbundene Logistik ist nur mithilfe von LKW möglich. Um die transportbedingten CO2-Emissionen zu reduzieren, setzen wir im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie bereits verschiedene Maßnahmen um.

Wir vermeiden überflüssige Fahrten durch eine optimierte Routenplanung und testen mit unseren Logistikpartnern verstärkt alternative Antriebstechnologien, insbesondere LNG-LKW. Im Vergleich zum Dieselantrieb ist LNG deutlich leiser und verursacht bis zu 90 Prozent weniger CO2- und Feinstaubemissionen.“

▪ 17) Gibt es Vorgaben an die Lieferanten bezüglich der Anfahr-und Abfahrrouten und wenn ja, wie wird deren Einhaltung überprüft?

Antwort von Lidl:

„Wir sind schon seit Jahren in Edermünde ansässig und kennen daher die Verkehrslage vor Ort gut. Darum wissen wir, dass insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner in Grifte eine Durchfahrt von LKW in ihrer Ortschaft befürchten. Dazu wird es jedoch nicht kommen: Kein LKW von Lidl bzw. im Auftrag von Lidl darf gemäß unseren internen Vorschriften durch Grifte Richtung A7 fahren. Die gesamte Verkehrsabwicklung erfolgt über die A49. Diese Regelung wird selbstverständlich auch für den neuen Standort gelten.

Wir haben bereits seit Jahren eine klare Anweisung an unsere Speditionspartner, die bei Zuwiderhandlung mit ernstzunehmenden Konsequenzen verbunden ist. Unsere Partner wissen das und wir sensibilisieren sie regelmäßig dafür. Sollten Ihnen dennoch Durchfahrten unserer LKW bekannt werden, zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen. “

▪ 18) Befürchtet wird ein stark erhöhttes LKW-Verkehrsaufkommen mitten durch Grifte. Ausweichverkehr wird automatisch entstehen, auch zusätzlich durch die Ortsteile Besse, Haldorf und Holzhausen (z. B. zur Zeiteinsparung bei Stau auf den offiziellen Routen):

Antwort von Lidl:

„Kein LKW von Lidl bzw. im Auftrag von Lidl darf gemäß unseren internen Vorschriften durch Grifte Richtung A7 fahren. Die gesamte Verkehrsabwicklung erfolgt über die A49, Anschlussstelle Baunatal- Süd. [siehe auch Antwort auf Frage 17]

Ein Ausweichen auf die südlich gelegene Anschlussstelle „Edermünde“ ist nicht vorgesehen und nach unserer Einschätzung auch nicht sinnvoll.

Wir weisen nochmals darauf hin, dass wir Bürgerinnen und Bürger explizit auffordern, uns über Verstöße gegen das Durchfahrtverbot in Grifte zu informieren. Das hätte für das entsprechende Fuhrunternehmen gravierende Konsequenzen. “

▪ 19) Wie ist das bisherige und prognostizierte Verkehrsaufkommen nach Lagervergrößerung sowie die Tagesverteilung? Wie viele LKW würden bei Tag und bei Nacht durch Grifte und Holzhausen fahren?

Antwort von Lidl:

„Wir beliefern aktuell vom bestehenden Lager aus mit rund 150 LKW pro Tag rund 70 Filialen. Da wir aufgrund mangelnder Kapazitäten im Bestandslager die Anzahl an zu beliefernden Filialen reduzieren mussten, möchten wir diese mit dem neuen Lager wieder erhöhen. Daher rechnen wir mit maximal 30 bis 50 zusätzlichen LKW pro Tag, also insgesamt rund 180 bis 200 LKW pro Tag. Die Verteilung der LKW über den Tag ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Der Wareneingang macht rund 40 Prozent der LKW-Verkehre aus und findet ganz überwiegend vormittags statt. Der Warenausgang, rund 60 Prozent der LKW-Verkehre, verteilt sich je nach Tourenplanung über den Tag, findet aber überwiegend in den Abend- und Nachtstunden statt.

LKW-Fahrten durch Grifte sind gemäß unseren internen Vorgaben untersagt.“ [siehe auch Antwort auf Frage 15 und Frage 17]

▪ 20) Ist eine direkte Anbindung des Verkehrs mit einer neuenAb-/Auffahrtauf der A49 Richtung Norden z.B. in Höhe ARAL geplant oder wird diese Fahrtrichtung über die bestehende Ab-/Auffahrt Hertingshausen abgewickelt?

Antwort von Lidl:

„Die Ab- und Auffahrt zu unserem aktuellen wie dem künftigen Logistikzentrum erfolgt über den A49-Anschluss Baunatal-Süd. Planungen für eine neue Anschlussstelle sind uns nicht bekannt.“

Sonstiges

▪ 21) Warum konnte man sich nicht mit der Fa.Kördel (Besitzer des Grundstücks gegenüber) einigen?

„Wir haben ganz zu Beginn der Überlegungen Gespräche mit der Firma Kördel geführt, die das Grundstück jedoch nicht verkaufen möchte. Eine tiefergehende Analyse der Fläche südlich unseres aktuellen Standorts hat zudem ergeben, dass sie für unser Vorhaben ungeeignet ist.“

▪ 22) Mich würde interessiere, was die Firma LIDL in den letzten Jahren unternommen hat um die Anzahl der Feuerwehreinsätze auf Ihrem Gelände wirkungsvoll zu reduzieren und ob sich die Firma LIDL jemals bei der Feuerwehr für deren ehrenamtliche Einsätze erkenntlich gezeigt hat und wenn ja, wie?

Antwort von Lidl:

„Im vergangenen Jahr gab es keine Feuerwehreinsätze auf unserem Betriebsgelände. Von den bislang drei Einsätzen in diesem Jahr fand einer in unserer Filiale statt. Wir haben alle Vorfälle gemeinsam mit den Experten sorgfältig analysiert und – sofern möglich – Maßnahmen getroffen, um diese künftig zu verhindern.

Wir sind der örtlichen Feuerwehr sehr dankbar für ihre Arbeit und haben in der Vergangenheit bereits mehrfach mit ihr zusammengearbeitet, beispielsweise im Rahmen von Übungen oder einem Fest der Jugendfeuerwehr auf unserem Gelände. Wir verstehen die Fragestellung auch dahingehend, dass ein engerer Austausch von Lidl mit der Feuerwehr gewünscht ist. Dieser Aufforderung kommen wir gernnach und werden uns dementsprechendmit der Feuerwehr in Verbindung setzen.“

 

1) Wie können Gemeindevertreter es mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn sie einerseits die Belastung der Grifter Bürger durch den Verkehr / Lärm / Abgase beklagen und an der Hauptstraße durch Grifte LKW zählen, andererseits aber für die Ansiedelung weiterer Logistikunternehmen stimmen, die ihre LKW als Anlieger durch Grifte zur A7 fahren lassen dürfen? Auch die Anwohner in Holzhausen werden durch den zunehmenden Verkehr mehr belastet werden.

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Ich werde mich gegen einen Logistik Neubau aussprechen, weil ich den zusätzlichen Verkehr unserer Bevölkerung nicht zumuten möchte. Wir haben genug Verkehr in Grifte und Holzhausen. Die Gesundheit der Bevölkerung steht über kommerziellen Interessen einzelner. Das sage ich nicht nur, sondern habe es mit zahlreichen Anträgen in der Vergangenheit auch gezeigt.

2) Offensichtlich wollen die Edermünder nicht noch mehr Gewerbegebiet. Was müssen die Bürger Ihrer Meinung nach noch alles tun, um dies zum Ausdruck zu bringen? (Siehe bisherige Aktionen, z. B. Kraftverkehr Nagel)

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Ich würde nicht sagen das die Edermünder pauschal nicht noch mehr Gewerbegebiete wollen, aber ich stimme überein das wir genug großflächige Logistik in Edermünde haben und deswegen gegen einen weiteren großflächigen Neubau stimmean müssen.

3) Was genau hat die Gemeinde Edermünde und die Bewohnerinnen der Gemeinde von diesem Logistikzentrum an diesem Ort?

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Ich stehe den vollmundigen Versprechen der Firma LIDL eher skeptisch gegenüber.

Den angekündigten Vorteilen stehen viele Nachteile für Natur, Landwirtschaft und nicht zuletzt den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber.

 

4) Wie viele Edermünder sind im bisherigen Logistik Zentrum beschäftigt? Laut Plakaten wurden dort bereits Arbeitskräfte gesucht – Gibt es überhaupt einen Arbeitsplatzmangel in Edermünde? (Oder liegt es an Vergütung/Arbeitsbedingungen dass diese Stellen nicht besetzt werden?)

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Genaue Zahlen liegen mir nicht vor, es gibt aber Edermünder Bürger die bei Lidl arbeiten. Ich verweise auf die Antwort 12 von Firma LIDL.

 

5) Wie viele neue Arbeitsplätze würden entstehen und um was für Stellen handelt es sich dabei? (Sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen? Welche Vergütung? Welche Arbeitsbedingungen?)

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Ich finde es gibt attraktivere Beschäftigungsverhältnisse als die Logistik Industrie. Die Mitarbeiter werden hier eher unterdurchschnittlich vergütet, was entsprechende Konsequenzen insbesondere im Alter hat.

Ich verweise auf die Antwort 14 von Firma LIDL.

6) Wer überwacht in Deutschland den Flächenverbrauch? Wie viel Boden darf insgesamt noch versiegelt werden, wann ist Schluss - gibt es dazu Grenzwerte? Warum dürfen gute Böden einfach zugepflastert werden?

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Es gibt verschieden Pläne (Regionalplan, Flächennutzungsplan, Bebauungsplan). Die kommunale und Regionale Politik entscheidet entsprechend welche Flächen für welchen Zweck zu Verfügung gestellt werden. Diskussionen finden hierüber aus meiner Sicht zu wenig statt und die Transparenz ist ungenügend. Der Regionalplan wurde 2009 letztmalig überarbeitet und seit dem wurde immer nur mit Abweichungsanträgen Stückwerk betrieben.

Regionalplan:

(https://www.geoportalnordhessen.de/de/regionalplan-nordhessen.html) 

Flächennutzungsplan:

https://edermuende.de/amtliche-bekanntmachungen-2/

Bebauuungplan:

https://edermuende.de/bebauungsplaene/

Planung wie ich Sie verstehe geht langfristiger und im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.

7) Bei der betroffenen Fläche handelt es sich um besten Ackerboden. Boden ist eine begrenzte Ressource, wir tragen hier die Verantwortung für künftige Generationen. Wohin soll die bisher dort betriebene Landwirtschaft ausweichen? Ausgleichsland wäre notwendig, aber der Boden ist begrenzt (und nicht überall so fruchtbar wie hier). Durch Lidl geht immer mehr wertvolles Ackerland verloren.

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Aus diesen Gründen bin ich auch gegen das Bauvorhaben. Ich kann jedoch die Landwirtschaft verstehen die in Ihrer Not nach dem letzten Strohhalm greift und Ihr Land dennoch verkauft. Deswegen ist es wichtig, das Landwirtschaft und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam in einen Dialog kommen. Das eine geht nicht ohne das andere. Wir brauchen einander und müssen deswegen stärker miteinander sprechen um die jeweils andere Seite zu verstehen und um gemeinsam Lösungswege zu finden. Hier spielen leider auch europäische und deutsche Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle die wir hier in Edermünde nur sehr begrenzt beeinflussen können.

8) Verbraucher fragen verstärkt nach regionalen Produkten - wo sollen diese angebaut werden, wenn beste Flächen rücksichtslos versiegelt werden? (Durch Corona wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig eine lokale Versorgung und mehr Unabhängigkeit von Lieferungen aus dem Ausland ist.)

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Ich bin ein Befürworter von mehr regional und saisonal erzeugten Produkten.

Der Verbraucher muß dies aber auch honorieren und bei seinen täglichen Kaufentscheidungen berücksichtigen. Wir haben heute bereits Hofläden und entsprechende Angebote in der Region die aber noch mehr nachgefragt werden müssen. Das ist bei 12,50€ pro Stunde Lohn und bei steigenden Mietpreisen aber nur schwer möglich. Hier schließt sich der Kreis zu schlecht bezahlten Jobs in der Logistik Branche.

9) Wurden auch andere Standorte geprüft und mit welchem Ergebnis?

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Laut Firma Lidl wurden andere Standorte geprüft, aber ohne Erfolg. Siehe hierzu auch Frage 21 von LIDL.

10) Was ist mit der Wohnqualität und Attraktivität in Edermünde?

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Einerseits entstehen zunächst einige wenige zusätzliche Arbeitsplätze die vermutlich im Lauf der Zeit durch Prozessoptimierungen angepasst werden, andererseits bleibt ein gravierender Eingriff in das Landschaftsbild und in die Natur sowie ein Schandfleck in Edermünde.

11) Ländlicher Raum wird zerstört, wollen wir das?

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Ich bin nicht grundsätzlich gegen Flächenversiegelung, aber das Verhältnis zum Nutzen für die Bevölkerung und die Landwirtschaft muß stimmen. Das ist hier nicht der Fall.

 

12) Ist Ihnen die Gesundheitsgefährdung durch Lärm und Stress bekannt?

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Ich bin im Austausch mit vielen Bürgern aus Grifte aber auch mit der https://laermschutz-a49.de in Holzhausen und kenne daher die Nöte und Sorgen gut und bemühe mich nach Kräften den Schmerz zu lindern und die Ursachen zu bekämpfen.


Sonstiges

13) Sucht man die Fa. Lidl bei Google so findet man das "Logistikzentrum Baunatal". 

Frage : Warum steht da nicht "Edermünde"??

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Ich habe diese Frage der Firma Lidl in der Sitzung am 19.10.2020 gestellt und als Antwort bekommen das die von Google gezeigten Antwort Seiten keine offiziellen Seiten von der Firma Lidl sind. Ich bitte daher um Zusendung eines entsprechenden Links der auf eine offizielle LIDL Seite Internetseite verweist und den Punkt entsprechen belegt. Ich muß also bisher davon ausgehen das sich LIDL loyal zu Edermünde verhält. 

14) Lidl identifiziert sich nicht mit unserer Gemeinde, möchte aber Fläche haben. Wie verträgt sich das?

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Ich kann das so nicht bestätigen (siehe meine Antwort auf Frage 13). Ich bitte den Fragesteller daher um entsprechende Belege.

15) Der große Parkplatz vor dem neuen Gebäude wird als LKW Großparkplatz dargestellt. Er liegt nicht im umzäunten Bereich.

Frage : Wer ist für Reinigung etc. dieser Fläche zuständig ?.

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:

Die Fläche würde dann zur Firma Lidl gehören und somit auch in deren Verantwortungsbereich. Wie die Firma Lidl dieser Verantwortung gerecht wird wird man dann sehen. Vom jetzigen Lidl Logistik Zentrum sind mir keine Probleme hinsichtlich Verunreinigung bekannt.

16) Wenn es eine Umgehung von Grifte gäbe könnte die Anlieferung auch über die A7 direkt erfolgen. Verbauen wir uns hier eine Option für die Zukunft?

Antwort Gemeindevertreter Mark Valentin:
Eine Option auf eine Ortsumgehung für Grifte wäre mit diesem Bauvorhaben aus meiner Sicht vom Tisch. Eine dann noch mögliche Anbindung an die K2 (Holzhausen – Guntershausen) würde den Verkehrslärm nur verlagern aber nicht reduzieren. Ob eine Ortsumgehung aber überhaupt eine zielführende Option ist die erstrebenswert wäre, müßte zuvor mindestens diskutiert werden, bevor Tatsachen geschaffen werden.

 

  1. Wie können Gemeindevertreter es mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn sie einerseits die Belastung der Grifter Bürger durch den Verkehr / Lärm / Abgase beklagen und an der Hauptstraße durch Grifte LKW zählen, andererseits aber für die Ansiedelung weiterer Logistikunternehmen stimmen, die ihre LKW als Anlieger durch Grifte zur A7 fahren lassen dürfen? Auch die Anwohner in Holzhausen werden durch den zunehmenden Verkehr mehr belastet werden.

  2. Offensichtlich wollen die Edermünder nicht noch mehr Gewerbegebiet. Was müssen die Bürger Ihrer Meinung nach noch alles tun, um dies zum Ausdruck zu bringen? (Siehe bisherige Aktionen, z. B. Kraftverkehr Nagel)

  3. Was genau hat die Gemeinde Edermünde und die Bewohnerinnen der Gemeinde von diesem Logistikzentrum an diesem Ort?

  4. Wie viele Edermünder sind im bisherigen Logistikkzentrum beschäftigt? Laut Plakaten wurden dort bereits Arbeitskräfte gesucht – Gibt es überhaupt einen Arbeitsplatzmangel in Edermünde? (Oder liegt es an Vergütung/Arbeitsbedingungen dass diese Stellen nicht besetzt werden?)

  5. Wie viele neue Arbeitsplätze würden entstehen und um was für Stellen handelt es sich dabei? (Sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen? Welche Vergütung? Welche Arbeitsbedingungen?)

  6. Wer überwacht in Deutschland den Flächenverbrauch? Wie viel Boden darf insgesamt noch versiegelt werden, wann ist Schluss - gibt es dazu Grenzwerte? Warum dürfen gute Böden einfach zugepflastert werden?
  7. Bei der betroffenen Fläche handelt es sich um besten Ackerboden. Boden ist eine begrenzte Ressource, wir tragen hier die Verantwortung für kün]ige Generationen. Wohin soll die bisher dort betriebene Landwirtscha] ausweichen? Ausgleichsland wäre notwendig, aber der Boden ist begrenzt (und nicht überall so fruchtbar wie hier). Durch Lidl geht immer mehr wertvolles Ackerland verloren.
  8. Verbraucher fragen verstärkt nach regionalen Produkten - wo sollen diese angebaut werden, wenn beste Flächen rücksichtslos versiegelt werden? (Durch Corona wurde einmal mehr deutlich, wie wich=g eine lokale Versorgung und mehr Unabhängigkeit von Lieferungen aus dem Ausland ist.)
  9. Wurden auch andere Standorte geprü] und mit welchem Ergebnis?
  10. Was ist mit der Wohnqualität und AYrak=vität in Edermünde?
  11. Ländlicher Raum wird zerstört, wollen wir das?
  12. Ist Ihnen die Gesundheitsgefährdung durch Lärm und Stress bekannt?
  13. Sucht man die Fa. Lidl bei Google so findet man das "Logistikkzentrum Baunatal". Frage : Warum steht da nicht "Edermünde"?
  14. Lidl identifiziert sich nicht mit unserer Gemeinde, möchte aber Fläche haben. Wie verträgt sich das?
  15. Der große Parkplatz vor dem neuen Gebäude wird als LKW Großparkplatz dargestellt. Er liegt nicht im umzäunten Bereich. Frage: Wer ist für Reinigung etc. dieser Fläche zuständig?
  16. Wenn es eine Umgehung von Grifte gäbe könnte die Anlieferung auch über die A7 direkt erfolgen. Verbauen wir uns hier eine Option für die Zukunft?